Froschkönig

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Assoziativ

Was ist das schon, Zeit.

Jeder hat ein anderes Zeitempfinden, für jeden ist ein Phänomen, mit dem er nicht immer zurecht kommt. Erst in der moderneren „Zeit“ wurde Zeit auch elementar wichtig im tgl. Leben. Plötzlich fing man an den Lohn nach der abgeleisteten Zeit auszuzahlen.

Früher gab es anderes Zeitempfinden, Zeitmessen, überhaupt hatte Zeit damals einen anderen Stellenwert.

 

Hoch hinaus wollte er, immer weiter. Doch wie sollte er das bloß schaffen? Es schien eine unüberbrückbare Höhe zu sein. Was hatte er nicht schon alles ausprobiert. Klettern, aber er war eben einfach kein guter Kletterer. Springen, aber auch das half nicht.

Vielleicht musste man einfach anders herum denken und überlegen, wie man am längsten hier unten bleiben könne, oder wie man noch tiefer kam...?!

 

Geh auf die Bühne und mach etwas was du dich als du niemals trauen würdest. Auf der Bühne bist du nicht du. Also mach es einfach! Es wird dich nicht umbringen! Trau dich. Vertrau auf dicb.

Sehr lustig. Wie soll ich etwas  sein was ich gar nicht bin. Selbst wenn ich auf der Bühne bin, bin ich doch ich. Und nicht er oder der Herr oder so ähnlich. Also sei nicht albern.

Ich bin nicht albern. Ich versuche dir einfach zu helfen.

Aber ich brauche doch deine Hilfe nicht!

Dann können wir nichts gemeinsam auf die Beine stellen, oder erreichen.

Zusammen ist es immer am schönsten. Vor allem beim Essen.

Ja, wie soll das bloß werden wenn alle Menschen immer isolierter werden und nicht mehr zusammen essen wollen. Was machen sie dann zusammen?

Sie sind zusammen allein.

Achja, du immer mit deinen Gegensätzen die du versuchst zu vereinen, das ist doch einfach Kokolores.

Koko...was? Wow, Kokosnuss.. Super Idee. Ich hab Hunger, lass uns gemeinsam Kokosnuss essen!

Gute Idee. Wo denn?

Im Wirtzhaus.

Seit wann haben die denn so etwas? Ich dachte immer da gibt es nur Schwein und Rind und freitags die Gemüsekraftbrühe....

Tja, neuerdings gibt es dort freitags auch Kokosnuss.

Unglaublich. Wie gut das heute Freitag ist. Aber ist denn schon Zeit zu gehen?

Zeit ist immer.

20.2.15 17:31, kommentieren

ab und auf

Ich bin auf dem Wasser, um besser zu atmen halte ich den Kopf nach hinten gestreckt. Die Wellen kommen schnell und unnachgiebig.

Bei jeder einzelnen recke ich mich nach oben, manche überspülen Mund und Nase, einige bedecken den ganzen Kopf.

Das Salzwasser brennt in den Augen, eben war es noch angenehm, als man den Sand an den Zehen gerade so spürte, am Ufer.

Doch nun, soweit draußen, nicht zu wissen wohin sie dich zerrt, die Strömung, welche keine ist. Aufgelesen von einer Kraft, die keine
Richtung kennt und hämisch lacht, wenn du dagegen kämpfst. Die Klarheit ausgeliefert zu sein, sie entspannt, die Richtung ist mir unbekannt, Zeit spielt keine Rolle, die Angst, sie verlässt mich Welle für Welle.

Welchen Sinn sich zu wehren, wovor sich noch ängstigen, das Schicksal hat es beschlossen, du warst nicht beteiligt bei diesem Entschluss, über dich, wenn es um dich ging, wenn es einer war.

Es löst sich, löst sich auf, die Spannung weicht, alles wird plötzlich so leicht. Der Zufall ist nicht Freund noch Feind, du kennst ihn gut, ihm bist du unbekannt,nun wird er bestimmen über dich, unberührt wie eine Kerze in flackerndem Licht. Sie ist so fragil, oder nicht? Ein Regentropfen, sie erstickt, sie zischt, ein Windhauch ..puh.. und sie erlischt.

So unnatürlich dass sie brennt, mit soviel Glück sie da am Leben hängt.

Und das Licht wird größer, das Feuer heller, heißer, höher, es leuchtet in den Augen, brennt und schmerzt. Grell flutet es vom Boot hinab auf dich, schaut ob du noch am Leben bist. Ist das nun gut oder schlecht? Ich hatte mich schon abgefunden, in der Hand des Schicksals, sie trug mich fort und nun stehe ich
auf eigenen Beinen, muss sie bewegen gegen die bebenden Wogen, auf dem Boot welches mich aus dem Meer geholt hat.

Ich muss alles neu lernen, vielleicht was behalten für schlechte Zeiten. Meine Kraft kommt zurück und durchfährt meinen Körper,
voller Energie berauscht von Lebendigkeit.

18.2.15 22:58, kommentieren

bonbon geklaut

„Charlie Zuckerkeks hat nichts zu verschenken und an jemanden wie dich schon gar nicht.“ Julie schaute etwas bedröppelt als die Worte ihre Ohren erreichten ganz so wie spitze Karamellbonbons.

Schon Ewigkeiten hatte sich nicht geweint, nun war sie kurz davor. Die erste Träne schmeckte salzig, so wie das Biobrötchen was Ihre Mama ihr jeden Tag mitgab, mit der Gurke obendrauf.

Namensgebend für ihren Spitznamen, Ökogurke, manchmal auch Biotomate, wenn Julies Gesicht mal wieder rot anlief, vor Scham. Charlie hatte sie ihr gegeben.

Aber nun, an seinem Geburtstag, als sich alle Kinder anstellten um ein Stück von seiner Nutella - Oreo - Torte zu bekommen, da gab er ihr nichts. Außer natürlich das flaue Gefühl im Bauch
und die einsame Träne, die nun schon Ihre Wange erreicht hatte. Charlie’s Backen waren voll mit Sahne und Zucker und Schokolade, Julie musste kichern, niemanden viel es auf, keiner lachte. Denn alle schlangen die Nutella - Oreo - Torte herunter als würden morgen ISIS - Kämpfer Mr. Ferrero hochjagen, weil Ferrero im Islam eine schlimme Gottesbeleidigung ist,
als gäbe es kein morgen. Wie auch immer.

Wie immer bekam Fräulein Mitschewski , sie wollte Fräulein genannt werden, da fühlte sie sich jünger, dabei war sie schon 39, die alte Schabracke bekam jedenfalls ZWEI DICKE STÜCKE Nutella - Oreo - Torte. Hatte die beiden Stücke aber schneller verdrückt als die meisten Kinder das eine, als sie dann mit vollem Mund den Unterricht weitermachen wollte. Sie sagte: „Kinder ich möchte den Unterricht weitermachen “, dabei spuckte sie ein paar dunkle Klumpen heraus.

„Oh Julie, du bist ja schon fertig, dann liest du bitte den Text über Elefanten in Entwicklungsländern“. Julie begann laut zu lesen: „Elefanten kommen nicht aus dem Zoo.

In Indien heißt es, der Elefant ist der beste Freunde des Mänchen,“ natürlich stand dort nicht Mänchen, aber Julie las es so, ein Resultat ihrer schniefende Nase, welche ohne Julies Einverständnis aus dem Wort Menschen die Buchstabenfolge Mänchen machte. Zugegeben, es klang niedlich, ihre Mama hätte gelacht, Papa hätte
kurz die Zeitung weggelegt und gesagt „Mänchenchkinda chneit’s draußen, Chneeballschacht!“, aber “niedlich“, hebt man es aus diesem Kontext und setzt es in
die Schulklasse ist dort eine scharfe Handgranate, die einzige Frage ist, wer zündet sie zuerst.

Fräulein MItschweski unterbrach: „Julie, hast du den Text gelesen?“, schallendes Gelächter brach aus, alle spuckten vor lachen ihre Oreo - Klümpchen herum.

Julie schmiss das Buch mit dem indischen Elefanten vom Tisch als sie aufsprang und aus der Klasse lief. Draußen hörte man noch das Lachen.

Sie ging einige Schritte, niemand kam ihr nachgeeilt und plötzlich fand sie sich in einem Süßigkeitenladen wieder. Meterhoch stapelten sich Bonbons,aufgetürmt zu Pyramiden. Tiere aus Schokolade waren da, bunte Lutscher die zu groß waren für den Mund und farbige Fruchtgummis, tausend bunte Fruchtgummis
in allen Farben, soviele das sie nicht alle Farben beim Namen kannte. Ein Bonbon hatte Julie gleich entdeckt, es war nicht besonders groß, versteckt von den anderen Bonbons,
und doch war es das einzige mit dieser Farbe, Julie’s Lieblingsfarbe. Sie schlich sich vorsichtig zu dem Einzelstück, ganz sanft um nirgends anzustoßen und die Süßigkeitengebilde
zum Einsturz zu bringen. Nun greift sie nach dem einen Bonbon, als wäre es das letzte auf der Welt.

15.2.15 23:01, kommentieren