Froschkönig

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Erster Akt

Sie erschraken, damit hatte keiner von ihnen gerechnet. Erst das flüchtige Rascheln welches von einem anfangs dumpfen, die Nackenhaare aufstehenden, dann zusehen schrillem Aufheulen übertönt wurde. Dann war Stille. Nicht die Ruhe die man kennt, abends wenn eine Zeit lang kein Auto vorbeifährt und kein Vogel zwitschert, nicht die Taube Regungslosigkeit im Kino, kurz bevor der Abspann beginnt.

Es war muxmäuschen Still.

Anna stieg zuerst aus, Frank blieb zurück. Sie winkte ab als er zum dritten mal die Zündung betätigte und sich nichts tat außer jenes nervtötende ausdruckslose knirschen dessen Erwartung ja ein schnurrender Motor ist, enttäuscht blieb dieser aus. Nachdem Frank innerhalb der folgenden zwei Stunden nicht mehr fertig gebracht hatte als auszusteigen und gegen den Jeep zu treten, wodurch dieser seine Dreckkruste verloren, Frank jedoch ein stattliches Hämatom gewonnen hatte, beschloss Anna aufzubrechen.

Bald sahen sie nur noch Umrisse des Wagens und schließlich verschwand er ganz hinter einer Düne. "Es steht die Zeit die sonst so eilt, scheint zu verweilen, nun Sekunde zu Minute reiht, sie fügen sich zu Stunden voller Einsamkeit" sprang es in Franks Kopf herum.

1 Kommentar 8.1.14 23:27, kommentieren

Moment

Es gibt die Momente, in denen ist das Ergebnis unwichtig. Man möchte einfach nur einen Fortschritt bewirken oder das Ende eines Ereignisses herbeiführen.

Dieser Moment war nun für mich gekommen. Ich hielt es dort einfach nicht mehr aus. Ich habe mir einfach meine Jacke geschnappt. Nun stehe ich hier, in meiner Jeans, Pullover und Bademantel. Denn, natürlich war es nicht meine Jacke, die ich in der Eile gegriffen hatte.

Wie sollte es auch sonst sein. Diese Dinge passieren mir oft. Ich gehe ins Badezimmer zum Waschbecken und weiß ich will dort etwas machen. Ich stehe davor, und mein Kopf ist leer. Was genau wollte ich hier tun? Was hat meinen Körper bewogen zielstrebig und selbstverständlich hier hin zu gehen? Nichts. Ich gucke mich um, mein Blick scannt den Schrank, das Waschbecken, die Dusche. Immer noch nichts. Mir fällt nicht ein was es hätte sein können.

Natürlich wende ich mich anderen Dingen zu. Ich gehe zurück ins Arbeitszimmer und auch dort weiß ich nicht auf anhieb, was ich zu letzt getan habe. Aber dann liegen dort meine Unterlagen und ich setzte mich wieder an meine Arbeit.

Abends, beim Kochen fällt es mir wieder ein. Ich wollte mir die Nägel schneiden. Wie kann das sein, dass ich so etwas auf dem Weg zum Badezimmer einfach vergessen? Ich vergesse so etwas einfach. Wie weg. Leer.

Oder fein säuberlich geordnet liegen alle Stifte auf meinem Schreibtisch. Doch kann ich mich nicht erinnern, wie es dazu kam. Manchmal frage ich mich schon, ob sie es vielleicht war. Aber das tut sie nicht. Sie geht nicht einfach in mein Zimmer und verändert hier Dinge. Auch das sind merkwürdige Momente. Ich kann mich einfach manchmal nicht mehr erinnern.

Erinnern, warum ich jedoch aus dem Haus gelaufen bin, weiß ich noch genau. Mir ist das Ergebnis unwichtig. Ich möchte einfach nur, dass es vorbei ist. Ich kann nicht mehr mit ansehen, wie sie sich quält. Es muss natürlich alles pikobello sein. Das sie kein Zentimetermaß benutzt ist schon erstaunlich. Es würde einfach zu ihr passen. Und stören darf ich sie ja auch nicht. Aber vielleicht tue ich ihr auch unrecht und sie braucht das. Es ist eine Art Meditation. Auch wenn ich selber sehr genau, akribisch, bin kann ich es einfach nicht nachvollziehen.

Wie kann man 5 Stunden Zeit aufwenden um 3 Bleche Plätzchen auszustechen und sie zu bemalen? Das ist doch vergeudete Mühe!

Sie werden anschließend gegessen. Sie werden vollständig von (m)einem Körper verschlungen. Sie werden nicht mehr existieren. Sie sind dann weg. Das Blech: leer.

Vielleicht sind wir uns auch einfach nur zu ähnlich?

Vielleicht hat sie ja vergessen, was sie als nächstes tun wollte. Nur bei ihr ist es das Blech, bei mir das Waschbecken. Und am Ende des Tages findet sie die Plätzchen vor und weiß nicht, wie sie da hingekommen sind.

1 Kommentar 30.1.14 15:10, kommentieren

Wer ihn nicht kennt, lernt ihn kennen. Wer ihn kennt, liebt ihn.

Die Geschichte vom Froschkönig begann UNGEFÄHR am 29.07.2013 um 20:43 Uhr und 37 Sekunden.

Wer nun glaubt der Froschkönig ist noch eine kleine Kaulquappe, der irrt.

Denn dieser König, mag er auch im ersten Moment naiv erscheinen, ist der Herrscher einer großen Welt.

Und genau dahin wird er dich entführen.... los geht's.

quak

1 Kommentar 6.1.14 17:10, kommentieren